Imposant und brillant – Neujahrskonzert des Symphonischen Blasorchesters Werk Gendorf

13.01.2014 (PNP)

Neujahrskonzert 2014
Das Stück "Teufelsreiter" für drei Solotrompeten wird hier dargeboten.
© Kuhnert

Neuötting. Symphonisches Blasorchester Werk Gendorf e.V. nennt sich das frühere Werksblasorchester mittlerweile: die Umbenennung und Gründung eines Vereins erfolgte Mitte des letzten Jahres aufgrund des Ausschlusses als firmeninterne Musikkapelle. Traditionell gestaltete das Orchester am Freitag das Neujahrskonzert im Stadtsaal; und wie immer vor vollen Rängen.

echt passend gewählt ist das Attribut "symphonisch" im Bezug auf das Blasorchester; schließlich handelt es sich bei den "Gendorfern" nicht um eine drittklassige Kirmes-Combo und die von den Bläsern gebotene musikalische Qualität hat sich spätestens seit Übernahme der Leitung durch Klemens Wimbauer regional herumgesprochen. Zackig und präzise führt er, wie es scheint, sein Regiment. Zumindest lässt die brillante Umsetzung des regelmäßig sehr niveauvoll gehaltenen Repertoires darauf schließen.

"Super!" hörte man schon zu Konzertbeginn gleich einen begeisterten Zuhörer rufen, den die eingangs präsentierte "Millina Overtüre" (Kevin Houben) in ihren fulminanten und glockenzarten Passagen wohl ziemlich beeindruckt hatte. Und auch die "Teufelsreiter" , ein Solo für drei Trompeten, wurden mit "Bravo-Rufen" goutiert: ein wenig wilder Westen und ein bisschen Mariachi-Flair war es, was Christian Bachmaier, Alois Schuster und Stefan Feilkas hier mit ihren Instrumenten versiert und schwungvoll darboten.

Etwas zurückhaltender trillerte zunächst leise flötend "La Forza Del Destino", die Macht des Schicksals (Verdi) daher und bauschte sich zu einigen dramatischen Klangbögen, bevor Schlagzeug, Hörner und Posaunen das wuchtige Finale formten.

Als tonmalerisches Klangkonstrukt aus weichen Klarinetten, hellen Querflöten, Posaunenfanfaren und Trommelwirbel wurde auch die abenteuerliche Geschichte von Ötzi, dem "Man In The Ice" dynamisch und sehr spannend präsentiert.

Chains, Glockenspiele, eine charmante Oboe und andere orchestrale Klangzaubereien: Viel zu bieten hatte das Symphonische Blasorchester Werk Gendorf e.V. in der Tat, vom andalusischen Bolero über "Sinatra-Swing" bis zum "Duke Ellington-Jazz". Zu hören gab es das alles gegen eine Spende, die für einem gemeinnützigen Zweck dient.  

− Sylvia Kuhnert

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