Umwandlung in Verein eine Herausforderung

19.12.2015 (PNP)

PNP GRUPPENBILD
Gewählte und Geehrte (von links): Werner Dostler (2. Vorsitzender), Rita Auberger (Kassiererin), Hubert Koczeba (Kassenprüfer), Leoni Sandhöfner (neu gewählte Schriftführerein), Christian Bachmaier (Kassenprüfer), Martina Jung (geehrt für 25 Jahre Mitgliedschaft), Klemens Wimbauer (Musikalischer Leiter), Kathrin Räcker (1. Vorsitzende).
© Weiß

"Schauts, dass Ihr auf eigenen Beinen stehen könnt", hieß es vor fast drei Jahren von Seiten der InfraServ Gendorf. Jetzt stehe der seit dieser Zeit eingetragene Verein "Symphonisches Blasorchester Werk Gendorf" immer noch vor genau dieser Aufgabe, so die wiedergewählte Vorsitzende Kathrin Räcker. "Wir haben viel erreicht seit Januar 2013", sagte sie auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Mittwoch, "aber es gibt noch viel zu tun".

50000 Euro pro Jahr – damit unterstützt die InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG den Verein noch zwei von fünf zugesagten Malen. "Wir müssen uns neu positionieren", erklärt Kathrin Räcker. Zu sehr hafte der Ruf "Ihr seid ja im Werk angesiedelt" noch an dem Orchester. Tatsächlich besteht es seit über 65 Jahren. "Jetzt geht es darum, aus diesem Dunstkreis des Werks und der InfraServ herauszutreten", sagt sie und bittet darum, den "Dunstkreis" nicht falsch zu verstehen. Froh und dankbar seien sie für diese Übergangsphase, die ihnen die InfraServ biete.

Neues Logo, neue Homepage, neues Outfit der Musiker bei den Konzerten – in Blau und Gold stehen sie jetzt da – in der neuen Imagebroschüre, auf Plakaten, im Netz und nicht zuletzt auf der Bühne. Kathrin Räcker nimmt ihre Aufgabe ernst. Jeder im Verein habe seine Vorzüge. "Ich kann und kenne noch nicht mal eine Note", sagt sie, "aber ich kann organisieren."

Die 34 anwesenden Mitglieder (insgesamt 59) auf der Jahreshauptversammlung sahen das genauso und so wurden Räcker und die anderen bis auf eine Ausnahme einstimmig für die nächsten zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Der Posten der Schriftführerin stand aus beruflichen Gründen zur Disposition. Mit der Vorstandswahl übernimmt Leonie Sandhöfner den Posten von Christina Schönberger.

Eine Ausfahrt zu einem Probenwochenende, eine Konzerttournee und das eine oder andere neue Instrument. Das steht auf ihrer Wunschliste. Sie suchen noch nach dauerhaften Sponsoren. Das sei gar nicht so leicht. Auftritte ja, aber, dass sich beispielsweise eine Firma dauerhaft für das Symphonische Blasorchester Werk Gendorf engagiert – sie werden weiter daran arbeiten. Die musikalische Qualität bleibt weiter unter der Führung von Dirigent Klemens Wimbauer. Nächster Termin: Neujahrskonzert in Neuötting am 8. Januar. Dann werden die 60 Frauen und Männer in Blau und Gold wieder zeigen, was sie können.

− wr

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